ETHL - © Alain Herzog

Forschung

Lausanne, ein Zentrum der Spitzenforschung

Die Stadt Lausanne zeichnet sich durch ihre hohe Zahl von Forschungs- und Innovationszentren aus. Dies hängt mit dem hohen internationalen Ansehen ihrer Hochschulen und ihres Universitätsspitals zusammen, mit denen verschiedene Forschungsschwerpunkte verbunden sind. An diesen Institutionen werden im Bereich der Medizin und der Technologie revolutionäre Entdeckungen gemacht.

Die Universität Lausanne (UNIL), an deren acht Fakultäten insgesamt 14 400 Studierende eingeschrieben sind, ist ein sehr aktives Forschungszentrum, das dank der Projekte von über 140 Abteilungen hohes internationales Ansehen geniesst. Die verschiedenen Institute sind auf so unterschiedlichen Gebieten wie der griechischen Numismatik, dem Cybermarketing oder der Entwicklungsbiologie tätig. In Lausanne gibt es weitere renommierte Institute, die im Gesundheitsbereich tätig sind. Dazu zählen die Medizinische Fakultät der UNIL, das in der Krebsforschung tätige Centre Ludwig der Universität Lausanne, das Schweizerische Institut für Bioinformatik, das Institut für Biotechnologie, das Labor für Biomedizintechnik und das Schweizerische Institut für experimentelle Krebsforschung (ISREC).

Ein weiteres Zentrum für Ausbildung und Forschung mit internationalem Renommee ist die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (ETHL), die in der Schweiz in verschiedenen Forschungsbereichen führend ist: Netzwerke, Infrastrukturen, Mikro- und Nanotechnologien, Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Verkehr und Energie. An der ETHL sind 4 000 Wissenschaftler tätig, und sie umfasst sieben nationale Forschungsschwerpunkte. Sie war an mehreren herausragenden Projekten, wie dem Breitling Orbiter 3, Alinghi, dem Super-Trimaran Hydroptère, Solar Impulse und dem Blue Brain Project, aktiv beteiligt.
 
Das 'Quartier de l’innovation' der ETHL hat sich im Lauf der Zeit vergrössert und umfasst rund 2 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In diesem Innovationspark haben sich bereits die Forschungs- und Entwicklungszentren von Nestlé, Logitech, Credit Suisse, PSA Peugeot Citroën, Cisco Systems Biocartis und Debiopharm niedergelassen. Das Quartier umfasst auch den Parc scientifique (Technopark, PSE), der die Jungunternehmer bei der Wahl ihrer Finanzierung unterstützt und ihnen ein Coaching anbietet, damit aus den Labors der ETHL High-Tech-Start-ups entstehen und sich entwickeln können.
 
An der Ecole hôtelière de Lausanne (EHL, Hotelfachschule) hat das Institut de l’Innovation et de l’Entrepreneuriat (INTEHL, Institut für Innovation und Unternehmertum) den Zweck, Innovationen, die Kreativität und die Lancierung von neuen Unternehmen im Bereich Gastronomie und Gästebetreuung zu fördern. Das Institut soll eine Art Inkubatorfunktion übernehmen, indem den Unternehmern eine Palette von massgeschneiderten Dienstleistungen wie die Entwicklung von Konzepten, die Erarbeitung von Businessplänen oder ein individuell abgestimmtes Coaching angeboten wird.

Diese Dichte von Ausbildungs- und Forschungszentren ist der Ursprung der Gründung der meisten Start-ups, die sich in der Agglomeration von Lausanne niedergelassen haben. Konkret geht es um rund einhundert junge Unternehmen, die hauptsächlich im Bereich der Life Sciences tätig sind und hinsichtlich der finanziellen Mittel, der strategischen Betreuung und der Verkaufsförderung die Unterstützung von verschiedenen lokalen oder sogar nationalen Akteuren in Anspruch nehmen können.

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