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Esther Shalev-Gerz. White Out

Wo?
MCBA - Musée cantonal des Beaux-Arts
Wann
Von 05.03.2024 bis 04.08.2024
Preis
Kostenlos
Das MCBA präsentiert „White Out - Between Telling and Listening“, eine Installation von Esther Shalev-Gerz, die das Porträt einer Frau zwischen zwei Kulturen, zwei Orten und zwei Zeiten zeichnet.

Nützliche Informationen

Adresse

MCBA - Musée cantonal des Beaux-Arts
PLATEFORME 10 - Place de la Gare 16
1003 Lausanne

Wie geht man dorthin

Zeitpläne

Von 05.03.2024 bis 04.08.2024
Offen
Geschlossen
Mardi
10:00 - 18:00
Mercredi
10:00 - 18:00
Jeudi
10:00 - 20:00
Vendredi
10:00 - 18:00
Samedi
10:00 - 18:00
Dimanche
10:00 - 18:00

Kostenlos

Freier Eintritt am ersten Samstag des Monats.
Am 24. und 31. Dezember: 10.00-17.00 Uhr.
Geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar.

Anfahrt
SBB Bahnhof Lausanne: 3 Gehminuten
Bus 1, 3, 21, 60: Haltestelle «Lausanne-Gare»
Bus 6: Haltestelle «Cécil»
Metro M2: Haltestelle «Lausanne-Gare» 

Mehr Informationen

Die Installation White Out, die 2012 anlässlich der Esther Shalev-Gerz (*1948, Vilnius, Litauen, lebt und arbeitet in Paris) gewidmeten Retrospektive im MCBA für die Museumssammlung erworben wurde, ist ein Werk, das die Künstlerin auf Einladung des Historiska Museet in Stockholm schuf. Da es in der Sprache der Samen das Wort «Krieg» nicht gibt und Schweden seit 200 Jahren an keinem Krieg mehr beteiligt war, begann Esther Shalev-Gerz eine Suche in den Archiven beider Kulturen, um eine mögliche Verbindung zwischen diesen beiden Fakten zu finden und in einem weiteren Sinn die Frage zu stellen, was Kulturerbe, Sprachen, Völker und Landschaften gemeinsam haben können.

Die Videoinstallation besteht aus zwei «Plans fixes» von Åsa Simma, einer in Stockholm lebenden Frau samischer Herkunft. Die beiden Standbildern werden auf einander gegenüberliegenden Leinwänden gezeigt. Sie wurden in der Hauptstadt bzw. in der nordschwedischen Heimat der Samin gedreht. In der ersten antwortet Åsa Simma auf Zitate, die die schwedische und samische Kultur erwähnen, in der anderen hört sie ihren eigenen Worten zu. Der Kontrast zwischen den beiden «Ich» ist frappant: auf der einen Seite die lebhafte Städterin, deren Hände und Arme sich ausdrucksstark bewegen, während sie ihre Geschichte erzählt, auf der anderen das ruhige, zurückhaltende Gesicht der Zuhörerin. Die Installation teilt das Ich in ein sendendes und ein empfangendes Subjekt. Das Dazwischen, auf das der Titel anspielt, ist der zwischen den beiden zeitgenössischen Identitäten kontinuierlich durchquerte Raum, das ständige Oszillieren von einer Aussenseiterinposition zur anderen. Die Fotografien, welche die Installation begleiten, zeigen Objekte aus der Sammlung des Historiska Museet in Stockholm als Echo auf die offizielle Landesgeschichte, aus der die samische Kultur weitgehend ausgeklammert wurde. 

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