Chambre au Beau-Rivage Palace Chambre au Beau-Rivage Palace

Hotellerie

Die Lausanner Hotellerie und ihre langjährige Tradition in der Gästebetreuung
Dank der Vielfalt ihrer Hotelbetriebe, der Fokussierung auf die Anliegen der Gäste und der kontinuierlichen Entwicklung ihres Geschäftstourismus konnte die Stadt Lausanne seit 2010 über eine Million Übernachtungen verbuchen. Für die Verbesserung des bestehenden Angebots und für dessen Weiterentwicklung durch die Eröffnung von neuen Betrieben wurden umfangreiche Investitionen getätigt. Damit ist das Ziel verbunden, für alle Kundinnen und Kunden den Status eines willkommenen und umsorgten Gastes zu gewährleisten, mit dem entsprechenden Komfort, den erwarteten Annehmlichkeiten, einer optimalen Betreuung und der Möglichkeit, sich wie zu Hause zu fühlen. 

Suchen Sie eine zentral gelegene und preisgünstige Unterkunft, nachdem Sie das Lausanner Nachtleben genossen haben? Oder träumen Sie davon, die Nacht in einem Fünfsternehotel am Seeufer zu verbringen? Benötigen Sie ein komfortables Zimmer in der Nähe des Kongresszentrums der ETHL? Muss es ein Hotel mit Seminarräumen sein, die über eine Hightech-Einrichtung verfügen? Oder haben Sie an ein romantisches Wochenende in einem Boutiquehotel gedacht? Mit über 7 000 Betten in rund 60 Betrieben – vom Einstern- bis zum Fünfsternehotel – kann die Stadt Lausanne allen ihren Gästen die bestmöglichen Bedingungen bieten, unabhängig davon, ob es sich um eine Geschäftsreise oder einen Freizeitaufenthalt handelt.

Im Zusammenhang mit historischen Ereignissen wie dem Frieden von Ouchy, dem Lausanner Vertrag und der Konferenz über Reparationszahlungen im Jahr 1932 geniesst die Lausanner Hotellerie ein internationales Renommee. Dank den verschiedenen Vorteilen, die Lausanne bietet, ist dieses hohe Ansehen in den letzten Jahrzehnten weiter gestiegen: hohe Qualität der medizinischen Versorgung, Status als Hauptstadt der Olympischen Bewegung, Veranstaltungsort zahlreicher internationaler Sportveranstaltungen, Forschungs- und Innovationszentren, Sitz von multinationalen Unternehmen, Vielfalt des kulturellen Angebots, ideale Lage als Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Ausflügen. Die zauberhafte Umgebung hat viele berühmte Künstler und Schriftsteller angezogen: Rousseau, Voltaire, Mozart, Goethe, Stendhal, George Sand, Victor Hugo, Stravinsky und George Simenon. Auch heute kommen viele bekannte Persönlichkeiten nach Lausanne, die auf der Suche nach Ruhe und Wohlbefinden sind.

In Lausanne stehen drei Fünfsternehotels zur Verfügung. Das Beau-Rivage Palace wurde 1861 gegenüber den Uferanlagen von Ouchy erbaut, und das im Jahr 1915 errichtete Lausanne Palace & Spa. Beide Fünfsternehäuser verfügen über eine renommierte, mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Küche, die unter der Leitung von Anne-Sophie Pic bzw. Edgard Bovier steht. Mit dem in einer grünen Oase unweit des Hafens von Ouchy gelegenen Royal Savoy eröffnet im Sommer 2015 das dritte Fünfsternehotel der Stadt; es bietet 196 Zimmer und Suiten in einem schickem, mondänen Ambiente. Der Lausanner Hotelier-Verein, der Hauptpartner von Lausanne Tourismus, unterstreicht die Philosophie der Hoteliers der Region, die sowohl für die grossen Hotelketten als auch für Familienhotels und neue Anbieter auf dem Markt gilt: An erster Stelle stehen die Qualität der Gästebetreuung und der Leistungen sowie der Teamgeist im Dienst der Gäste.

Vue depuis le Beau-Rivage Palace. Vue depuis le Beau-Rivage Palace.

Um der zunehmenden Nachfrage zu entsprechen, die insbesondere im Geschäftstourismus verzeichnet wurde, haben die Lausanner Hoteliers in den letzten Jahren beträchtliche Investitionen getätigt. Dabei ging es ihnen darum, ihre Häuser zu modernisieren und auszubauen. In diesem Zusammenhang wurde das Château d’Ouchy umfassend renoviert und 2008 wieder eröffnet. Weitere Renovierungsarbeiten wurden am Mövenpick-Hotel vorgenommen. In einem seitlichen Anbau, der nach den Minergie-Normen errichtet wurde, stehen nun 72 neue Zimmer zur Verfügung. Diese kommen zu den 265 bestehenden Zimmern hinzu, womit dieser Komplex zum grössten Viersternehotel der Westschweiz und zum drittgrössten Haus dieser Kategorie der ganzen Schweiz wurde.

Unter den aktuellen Neueröffnungen seien an dieser Stelle das funktionale Etap Hotel in Bussigny im Westen von Lausanne, das gemütliche LHOTEL, das im Zentrum des Flon-Quartiers – einem der lebhaftesten Quartiere der Stadt – liegt, das Agora Swiss Night  (unterhalb des Bahnhofs) mit 147 Zimmern, das Hôtel Lavaux (im Weinanbaugebiet Lavaux gelegen) mit 64 Zimmern, das Hôtel des Inventions in der Nähe des Universitätscampus, das Bed & Breakfast-Hotel Chalet d’Ouchy und das Discovery Hotel in Crissier genannt. Seit 2015 wird das gegenwärtige Angebot um voraussichtich rund 1000 Betten erweitert.

Da die nachhaltige Entwicklung zu den Stossrichtungen der Lausanner Politik gehört und der Ökotourismus von immer mehr Gästen verlangt wird, werden vor allem in den Weinbergen und in der umliegenden Landschaft regelmässig neue Gästezimmer und «Bed & Breakfast»-Häuser angeboten. Das Lausanne Guest-House & Backpacker ist ein Vorbild für ein ökologisch geführtes Gasthaus. Es verwendet neue Technologien wie das Vorheizen des Wassers mit Solarpanels, eine perfekte Isolation der Gebäudehülle, eine garantiert umweltfreundliche Energieversorgung sowie ein Energiemanagement, für das modernste Software zum Einsatz kommt.
Für Gäste mit kleinem Geldbeutel und für Campingfreunde stehen der Campingplatz Vidy (vier Sterne) mit 400 Plätzen am Seeufer und der Campingplatz Pra-Collet zur Verfügung, der am Rand des Jorat-Waldes liegt und ein Schwimmbad aufweist. Für Familien sind diese Campingplätze eine ideale Lösung.

Das internationale Renommee von Lausanne im Bereich der Hotellerie ist auch seiner Ecole hôtelière (EHL) zu verdanken. Diese wurde 1893 gegründet und war die erste Hotelfachschule der Welt. Auch heute noch zieht die EHL Studierende aus der ganzen Welt an. Sie sind die künftigen leitenden Verantwortlichen der prestigeträchtigsten Hotels auf allen Kontinenten. Die EHL hat das Ziel, ihre weltweit führende Stellung im Bereich der erstklassigen Vorbereitung auf die Berufe im Hotel- und Gastgewerbe noch weiter auszubauen. Dazu nutzt sie Synergien zwischen den Methoden der beruflichen Praxis und den akademischen Ansätzen.