© Archives de la Collection de l’Art Brut, Lausanne. Photo : Hans-Ulrich Schlumpf / «Arbre de la psychanalyse», assemblage de matériaux divers avec inscriptions dans la forêt d’Armand Schulthess, 1972

Die Welt von Armand Schulthess

Wo?
Collection de l’Art Brut
Wann
Von 27.11.2026 bis 25.04.2027
Preis
Von
12 CHF

In den 1950er Jahren machte sich der Schweizer Armand Schulthess (1901–1972) daran, im Kanton Tessin eine aussergewöhnliche Umwelt zu schaffen. Dieses facettenreiche Werk erstreckte sich unter freiem Himmel auf einer Fläche von fast 18.000 m². Es bestand aus einem Netz aus Wegen, Stegen, Brücken und Treppen sowie einer Vielzahl von Objekten und Installationen, die oft an Bäumen aufgehängt waren.

Nützliche Informationen

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Adresse

Collection de l’Art Brut
Avenue des Bergières 11
1004 Lausanne

Wie geht man dorthin

Zeitpläne

Von 27.11.2026 bis 25.04.2027
Dienstag
11:00 - 18:00
Mittwoch
11:00 - 18:00
Donnerstag
11:00 - 18:00
Freitag
11:00 - 18:00
Samstag
11:00 - 18:00
Sonntag
11:00 - 18:00

Erwachsene (3-Tages-Pass beinhaltet das Historische Museum von Lausanne und das Römische Museum von Lausanne-Vidy)

12 CHF

AHV/IV (3-Tages-Pass beinhaltet das Historische Museum von Lausanne und das Römische Museum von Lausanne-Vidy)

6 CHF

Kinder (unter 18 Jahren), Studenten, Auszubildende, Arbeitslose

Kostenlos

Gruppen ab 6 Personen (Preis pro Person)

6 CHF

Begleitperson einer behinderten Person

Kostenlos

Montags geschlossen (ausser montags an Feiertagen).
Feiertage: Eröffnung 11.00-18.00 Uhr.
Freier Eintritt am ersten Samstag des Monats.
Am 24. und 31. Dezember: 11.00-17.00 Uhr.
Geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar.

Anfahrt
Bus 3, 20, 21: Haltestelle «Beaulieu-Jomini».

Mehr Informationen

Armand Schulthess wurde in Neuenburg geboren. Als junger Mann erwarb er einen Abschluss in Betriebswirtschaft, bevor er eine Lehre bei einem Import-Export-Unternehmen absolvierte. Anschliessend wurde er Inhaber eines Damenbekleidungsunternehmens mit Sitz zunächst in Zürich, später in Genf, doch das Unternehmen ging in Konkurs. 1939 wurde er als Büroangestellter im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement in Bern eingestellt. Im Alter von fünfzig Jahren brach dieser Beamte der Schweizerischen Eidgenossenschaft plötzlich alle beruflichen und sozialen Bindungen ab. Er gibt seine Arbeit endgültig auf und wählt als Ort seines geografischen wie auch geistigen Exils ein Landhaus im Tessin, das er zehn Jahre zuvor erworben hatte. Abgeschottet von der Aussenwelt widmet er fortan sein Leben der Gestaltung des weitläufigen Grundstücks, das es umgibt. Nach seinem Tod beschliessen seine Erben, sein Werk zu zerstören. Nur einige seiner Bücher sowie eine Reihe von Assemblagen aus Metallplatten, Draht und Ästen werden erhalten bleiben.

Der Deutschschweizer Regisseur und Fotograf Hans-Ulrich Schlumpf konnte dieses monumentale Werk so dokumentieren und verewigen, wie es vor seiner Zerstörung aussah. In der Ausstellung treten seine Fotografien in einen Dialog mit fast 300 Objekten aus dem Umfeld des Werks, die in letzter Minute gerettet wurden, darunter ein sehr umfangreicher Bestand, der 2024 von der Collection de l’Art Brut erworben und hier erstmals präsentiert wird, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Lausanner Museums.

Im Jahr 1976, dem Jahr seiner Eröffnung, widmete das Museum unter der Leitung von Hans-Ulrich Schlumpf als Kurator seine erste Sonderausstellung diesem einzigartigen künstlerischen Schaffen. Fünfzig Jahre später ermöglicht uns eine neu konzipierte Präsentation mit bisher unveröffentlichten Werken einen neuen Blick auf das aussergewöhnliche Werk von Armand Schulthess.

Kurator: Hans-Ulrich Schlumpf.

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