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Zeitpläne
26.09.2026
Samstag
18:15 - 20:00
Mindestpreis
Kostenlos
Höchstpreis
40 CHF
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18:30 Uhr: Hörsession und PodiumsdiskussionDie Diskussion widmet sich der legendären Reggae-Nacht beim Montreux Jazz 1979, ihrem Einfluss auf die Reggae-Szene in der Schweiz und Europa sowie dem kulturellen und historischen Wert der dazugehörigen Archive. Corentin Neuffer, Marc Ismail, Pascal Schmidt und MotherDubber tauschen sich über die Wirkung dieses Abends und der Konzerte anhand verschiedener Anekdoten aus, über die allgemeine Atmosphäre des Events durch die Erfahrung des Fotografen Pascal Schmidt, der Fotos vom Peter Tosh-Konzert ausstellt, sowie über die Lebendigkeit dieser Musik fast 50 Jahre später.
Eröffnung der Fotoausstellung von Pascal Schmidt
1979 veranstaltete das Montreux Jazz Festival seine erste Reggae Night mit Steel Pulse, Dennis Brown und Peter Tosh. Peter Tosh, ein Eckpfeiler des Roots Reggae, gründete Anfang der 1960er Jahre zusammen mit Bob Marley und Bunny Livingstone die Wailers mit und prägte deren Sound und Botschaft, bevor sich die Gruppe trennte. Nach einer US-Tour als Vorgruppe der Rolling Stones kam er mit einer zehnköpfigen Band nach Montreux, darunter Gitarrist Mikey Mao Chung und die legendäre Rhythmussektion Sly Dunbar und Robbie Shakespeare. Anderthalb Stunden dominierte Tosh die Bühne, tanzend und provokativ, mit einem Spliff in der Hand.
Der Aufstieg von Bob Marley and The Wailers in Europa war rasant. Innerhalb weniger Jahre brachten sie Reggae von der jamaikanischen Underground-Szene in London zu einem breiten Rock-Publikum, während die Musik, verbunden mit der Rastafari-Kultur, Dreadlocks, Ganja und politischer Rebellion, noch mit Misstrauen betrachtet wurde. Sie verkörperten eine andere Vorstellung von Band, weniger als Rockquartett, mehr als musikalische Familie, getragen von Rhythmus, Stimmen und Bewegung. Beeinflusst von Gospel, Blues, Soul, Jazz und Rock entwickelte Reggae eine eigene jamaikanische Sprache. 1979, als Tosh, Brown und Steel Pulse durch Europa tourten, hatte Montreux den Mut, sie für eine lange Reggae Night zusammenzubringen.
Marley trat nur einmal in der Schweiz auf, am 30. Mai 1980 in Zürich. Acht Jahre nach Montreux wurde Peter Tosh in seinem Haus in Jamaika ermordet. Die ungewöhnlich schnelle Schließung des Falls lässt viele Zweifel offen.
Im Gegensatz zu Dennis Brown, dessen Album Live at Montreux 1979 erschien, blieben die hier gezeigten Fotos vom Peter Tosh-Konzert unveröffentlicht. Sie werden in der Fotoausstellung von Pascal Schmidt am 26. September 2026 im Jumeaux Jazz Club in Lausanne im Rahmen des Rub-A-Dub Club #4 und der 25. Museumsnacht gezeigt.
Die Ausstellung ist bis Ende des Jahres an den Wänden des Clubs zu sehen.
Source: Hango