Nützliche Informationen
Adresse
Musée Bolo - Informatique, culture numérique et jeux vidéo
EPFL - Bâtiment INF - Station 14
1015 Lausanne
EPFL - Bâtiment INF - Station 14
1015 Lausanne
Zeitpläne
Von 21.09.2026 bis 18.12.2027
Montag
08:00 - 19:00
Dienstag
08:00 - 19:00
Mittwoch
08:00 - 19:00
Donnerstag
08:00 - 19:00
Sonntag
08:00 - 19:00
Eintritt frei
Kostenlos
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Rechnen. Das ist die ursprüngliche Aufgabe des Computers. Doch bereits in den ersten Jahrzehnten der Informatik erkennen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ingenieurinnen und Ingenieure, Kunstschaffende sowie Designerinnen und Designer, dass die Maschine weit mehr kann: Bilder erzeugen, neue Formen hervorbringen, Figuren zum Leben erwecken und die Tür zu neuen digitalen Welten öffnen.Die Kunst des Rechnens erzählt einen Teil dieses Abenteuers – dort, wo Informatik, Kreativität und Forschung aufeinandertreffen. Vom Pixel bis zu Werken, die mithilfe von Algorithmen entstehen, von den ersten virtuellen Menschen bis zu immersiven Umgebungen zeichnet sich eine gemeinsame Geschichte ab: die Geschichte von Frauen und Männern, die mit den Möglichkeiten damals noch neuer Maschinen experimentieren und nach und nach die Grenzen dessen erweitern, was sich mit ihnen gestalten, darstellen und erleben lässt.
Ende der 1960er-Jahre schlägt Manfred Mohr einen dieser Wege ein. Geometrie, Mathematik und Programmierung werden zu den Grundlagen einer unverwechselbaren visuellen Sprache. Der Künstler definiert die Regeln und schreibt die Algorithmen; die Maschine führt sie aus. Der Computer ist nicht der Künstler: Er wird zu einem neuen Werkzeug in seinen Händen.
Ab den 1980er-Jahren wird in den Laboren der EPFL und der Universität Genf eine weitere Grenze erkundet: der Mensch hält Einzug in das digitale Bild. Rund um Nadia Magnenat-Thalmann, Daniel Thalmann und später Ronan Boulic erwecken mehrere Generationen von Forschenden virtuelle Menschen zum Leben, lassen sie gehen, sich bewegen und in digitalen Welten interagieren. Diese Forschung findet zu einer Zeit statt, als Computer nur über einen Bruchteil der heutigen Rechenleistung verfügen.
Und dann ist da noch das Pixel. Als grundlegender Baustein des digitalen Bildes entwickelt es sich auch zu einer eigenen visuellen Sprache. In den frühen grafischen Benutzeroberflächen arbeiten Designerinnen und Designer sowie Grafikerinnen und Grafiker mit einer begrenzten Anzahl von Pixeln, um Icons zu gestalten, die den Umgang mit dem Computer intuitiver und vertrauter machen. Vom Interface-Design bis zur Pixelkunst wird diese technische Beschränkung nach und nach zu einem eigenständigen Feld kreativen Schaffens. Dieses Kapitel wird die Ausstellung demnächst ergänzen.
Objekte, Archive, Filme und interaktive Stationen machen diese Geschichte erfahrbar. Die Kunst des Rechnens lädt dazu ein, die Informatik aus einer anderen Perspektive zu betrachten: nicht nur anhand der Maschinen und ihrer Leistungsfähigkeit, sondern auch anhand dessen, was Menschen sich vorgestellt haben, mit ihnen zu machen.