Ratana, die schicke Mama

Ratana, die schicke Mama

Alles begann mit der Begegnung zwischen einem Gänsezüchter und einer Schneiderin, die vor dem Völkermord in Kambodscha geflohen waren und schliesslich in der Schweiz landeten (obwohl sie eigentlich nach Australien wollten). Aus ihrer Liebe entstand eine dritte Tochter, die sie Ratana nannten (eigentlich ein Jungenname, aber das ist egal). Ich bin im Freiburgerland aufgewachsen. Mit meinem Lizenziat in Rechtswissenschaften in der Tasche machte ich mich auf Jobsuche. Zuerst war ich Finanzanalystin in einer Erdölfirma und dann Juristin für Umweltrecht ‒ und fand meine grosse Liebe in Lausanne. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und hasse geziertes Gehabe und das Herumlümmeln auf dem Sofa. Ich bin ein Stadtmensch mit Leib und Seele und Lausannerin im Herzen. Ich bin eine Wundertüte, stets auf der Suche nach Geheimtipps und den neuesten Trends. Am Wochenende bin ich immer auf Achse. Mein perfekter Tag: Einkaufen, Essen gehen und Apéro mit Freunden bei einer Runde Pétanque, während meine Kinder über die Grünflächen fegen.
« Lausanne ist für mich ... die Stadt der Gegensätze. Es geht entweder nach oben oder nach unten. Mit ihren Schwimmbädern und Animationen begeistert sie Familien, aber sie ist auch ideal für Singles, die auf der Suche nach freundschaftlichen Begegnungen und mehr sind, wenn die Chemie stimmt. Die Stadt ist entspannend mit ihren zahlreichen Museen und gemütlichen Cafés, aber auch lebhaft mit ihrem pulsierenden Nachtleben. Sie ist voller Geheimnisse und zeigt sich gleichzeitig so, wie sie ist: ganz ungekünstelt. Sie bietet Natur mit ihren grossen, grünen Pärken und Stadt mit ihrem lebendigen, trendigen Zentrum. »
Lasst euch am Seeufer in Vidy von der Atmosphäre mit Grillgerüchen, Berimbau-Klängen, einem improvisierten Baby-Geburtstag, Joggerinnen, Schaulustigen und sonntäglichen Pétanque-Spielern einfangen. Setzt euch einfach auf eine Bank oder an das Seeufer und beobachtet alles um euch herum. Das sind die Lausannerinnen und Lausanner: ein harmonischer interkultureller Mischmasch.
Ein Zwischenstopp im ganz oben bei der Schifflände von Ouchy gelegenen Le Lacustre ist ein Muss. Lasst eure Augen über den See schweifen, geniesst eine Pizza (Scamorza ist mein Favorit) und schlürft dazu ein Ginger Ale. Was will man mehr? Beim Tischfussball vergessen Gross und Klein die Zeit. Zu erwähnen ist auch die entzückende Toilette. Achtung: Serviert wird an der Bar, aber die Atmosphäre ist so richtig chillig!
Über Madeleine
Im Herzen von Lausanne, unweit des Place de la Palud, erwartet euch Madeleine. Nein, es handelt sich nicht um die Adresse meiner Tante Madeleine, sondern um ein Café mit Buchhandlung. Auf der einen Seite befindet sich die Buchhandlung und auf der anderen das Café. Hier steht die Zeit still. Man setzt sich an einen Tisch, schlürft einen Iced Coffee und beisst (natürlich) in ein Madeleine. Die Pastelltöne der Einrichtung und die Lounge-Musik im Hintergrund führt euch in euren inneren Raum der Ruhe.
Es gibt nichts Lustigeres als nach Schaltschränken Ausschau zu halten, die durch ihr Graffiti des COFOP auffallen. Dieses urbane Objekt, das zu Streetart umfunktioniert wurde, begeistert alle Neugierigen, die die ganze Stadt nach den verschiedenen Exemplaren durchforsten ‒ eine wahre Augenweide. Macht euch mit einer Prise Humor und Leichtigkeit im Sinn von „Lozanup, die Stadt, in der es nach oben geht“ oder „Lausangeles“ auf die Suche und ihr werdet dabei nicht nur allerlei Farben sehen, sondern auch allerlei erleben.
Coronavirus: Situation in Lausanne