Lausanne, a town of rich and contrasted culture

Eine Ausstellung über Van Gogh, ein wilder Abend zu den Klängen von David Guetta, elektronische Rhythmen unter dem Sternenhimmel, ein ganz neues Theaterstück …
In Lausanne ist die Kultur das ganze Jahr über in allen Formen präsent. Die Stadt mit ihrer Oper, den Theatern, ihren musikalischen Ensembles, dem Filmarchiv, mehr als 20 Museen und Diskotheken sowie Sommerfestivals ist eine absolut außergewöhnliche europäische Kunst- und Kulturmetropole!

 

Vielfältige Klänge

Man sollte sich einlassen auf die vielfältigen Klänge dieser Stadt, die die Musikvielfalt zum Ausdruck bringen. Im Bereich der klassischen Musik prahlt die Oper von Lausanne mit einer Fassade, die so brillant ist, wie die Virtuosen, die hier auftreten. „Eigenkreationen“ und weltbekannte Werke wechseln sich ab. Die sowohl klassischen als auch lyrischen Sänger, Musiker und Tänzer lieben diese Bühne ebenso sehr wie das oft von weit angereiste Publikum.

Das Kammerorchester von Lausanne (OCL), Fetisch-Ensemble der Oper von Lausanne, hat seine Flügel immer weiter ausgebreitet. Seit 2015 steht es unter der Leitung eines der vielversprechendsten jungen Dirigenten der neuen Generation, dem Amerikaner Joshua Weilerstein. Das OCL verfügt über ein breitgefächertes Repertoire, das von den ersten Barockstücken bis hin zu zeitgenössischen Werken reicht und sich ohne zu zögern auf andere musikalische Ausdrucksformen einlässt – wie etwa bei der Zusammenarbeit mit dem berühmten MAD CLUB für eine Mischung aus klassischer und elektronischer Musik!

Neben diesen Musikinstitutionen bringt die populäre Musik in allen Ihren Formen die Stadt in Schwung: der Jazz hat seine Keller und Lokale … Weltmusik, Rock, Folk, Rap, Techno, Underground … abgesehen davon gibt es etwa zwanzig Musikschulen – vom angesehenen Konservatorium von Lausanne bis hin zur Musikschule für Jazz und aktuelle Musik –, die eine Jugend musikalisch ausbildet, die eifrig überall mitspielen möchte.

 

Ein mitreißendes und pulsierendes Nachtleben

Eine Fülle von Bars, Diskotheken, „Lounges“, Konzertsälen und anderen Musikbühnen bringt die Liebhaber der Partystimmung bis in die Morgenstunden zum Tanzen.

Jeder beharrliche Clubber kennt den MAD CLUB im avantgardistischen Flon-Viertel. Das mit einem rosafarbenen Riesenkondom von 6 m Durchmesser geschmückte Lagerhaus beherrscht die Lausanner Nächte seit den 80er Jahren. Das zu einer echten Institution etablierte MAD wird regelmäßig als einer der 100 besten Clubs weltweit bewertet und ist die Bühne für die momentan besten Elektro-DJs.

In unmittelbarer Nähe des Flon befindet sich einer der beliebtesten Konzertsäle Lausannes: Les Docks . Rock, Hip-Hop, Funk, Folk: auf dem Programm des weiträumigen aber auch gemütlichen Saals stehen aktuelle Musik und Ausstellungen.

 

Theater für jeden Geschmack

Am See bietet ein europäischer Theaterbereich, das Theater Vidy-Lausanne, fast 600 Vorstellungen im Jahr an. Die in Lausanne oder im Ausland aufgeführten Eigenkreationen sowie die Gemeinschaftsproduktionen bieten den Zuschauern ein großartiges Kunsterlebnis.

Im Stadtviertel von Malley werden im Theater Kléber-Méleau ungefilterte Werke geschaffen. Das Theater hat sich in einem ehemaligen Gaswerk niedergelassen, ein überraschender Kontrast zwischen Industrie und Poesie. Die Werke legen großen Wert auf die musikalische Untermalung, die im Dienste der insbesondere klassischen aber auch zeitgenössischen Texte steht.

Das Petit Théâtre bietet, versteckt hinter der Kathedrale, eine ausgezeichnete Programmgestaltung für das jüngere Publikum. Und schließlich ist die Stadt Brutstätte kleiner experimenteller Theater und anderer Bühnen, die für alle Genres offen sind; derzeit sind es mehr als dreißig! Genug Gründe die erklären, warum Lausanne das Privileg besitzt die Theaterhochschule der französischsprachigen Schweiz, La Manufacture, zu beherbergen.

 

Von klassisch bis innovativ: eine reiche Museumslandschaft und Ausstellungen, die man nicht verpassen sollte

Hierzu gehört natürlich das Museum für Olympismus, aber auch noch viele andere! Mehr als 20 Museen laden zu einem Abstecher und Entdeckungsreisen ein: vom modernen Design und angewandten Künsten über Geschichte, Wissenschaften, Art Brut und Fotografie bis hin zu einem brandneuen Kunstmuseum. Jedes Jahr besuchen etwa 700.000 Personen die Museen.

Nutzen Sie als Kulturfan im Herbst die Nacht der Museen von Lausanne und Pully. Mehr als 24 kulturelle Institutionen öffnen ihre Pforten zwischen 14:00 und 2:00 Uhr und bieten Ausstellungen und einzigartige Animationen an.

Die wichtigsten Museen in Lausanne und Pully:

  • In Lausanne befindet sich das berühmte Schweizer Filmarchiv, eines der weltweit ersten für Film-, Foto-, Plakat- und Dokumentensammlungen in der Schweiz. Es bietet ein vielseitiges Programm, um das internationale und Schweizer Kino zu entdecken;
  • Weitab von konventionellen künstlerischen Codes entdecken Sie in der berühmten Collection de l’Art Brut überraschende und zuweilen erschütternde Kunstwerke von Autodidakten, gestützt auf die Sammlung des „Erfinders“ der Art Brut, dem französischen Künstler Jean Dubuffet;
  • Das weithin bekannte Musée de l’Élysée gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen, die sich vollständig der Fotografie widmen; hier wird sich gern am Bild ausprobiert und junge Kunstfotografen finden Unterstützung. Jedes Jahr im Juni erforscht die Nuit des Images das projizierte Bild in den fantastischen Gärten des Museums;
  • Was liegt bei einem Aufenthalt in der Olympischen Hauptstadt näher, als das den Olympischen Spielen gewidmete Museum zu besuchen, das zu den beliebtesten der Schweiz gehört! Das Olympische Museum präsentiert auf interaktive Weise die Grundpfeiler des Olympismus: Sport, Kunst und Kultur;
  • Im Aquatis auf den Höhen Lausannes, dem größten Aquarium-Vivarium Europas, entdecken Sie mit Staunen die Süßwasserfauna und -flora der fünf Kontinente.
  • Das Mudac – Museum für zeitgenössisches Design und angewandte Künste – wirft seinen neugierigen und bissigen Blick auf das, was unsere Lebensweisen prägt und bemüht sich treffende und zuweilen ungehörige Fragen aufzuwerfen!
  • Während Sie die großen Kunstausstellungen der Renaissance und Moderne der Fondation de l’Hermitage, einer prächtigen, von einem wunderschönen Park umgebenen Residenz des 19. Jahrhunderts, betrachten, werden eine ganze Reihe wunderbarer Emotionen in Ihnen aufkommen;
  • Das Kantonsmuseum der Schönen Künste bietet jährlich mehrere Wechselausstellungen mit einem Teil seiner 10.000 Kunstwerke aus seiner Sammlung an. Es ist zur Zeit geschlossen und öffnet seine Türen am 5. Oktober 2019 an einem neuen Ort von internationalem Rang in der Plateforme 10, dem neuen Kunstviertel neben dem Bahnhof von Lausanne;
  • Am Fuße der Kathedrale beherbergt das alte Bischofssitzgebäude seit hundert Jahren das historische Museum Lausannes. Kürzlich renoviert präsentiert es eine neue Dauerausstellung mit komplett überarbeiteter geschichtlicher Schilderung und Szenografie;
  • Im Römischen Museum von Lausanne-Vidy beschreibt eine Dauerausstellung das tägliche Leben an den Ufern des Lacus Lemannus vor zweitausend Jahren, als die Bewohner sich an die neue Kultur des Römischen Reiches gewöhnen mussten;
  • Die menschliche Hand ist ein tolles Werkzeug zum Greifen und Hantieren. Durch sie hat der Mensch die Fähigkeit erlangt, in seinem Gehirn entstandene Ideen umzusetzen. Das ist ein Museum wert!

Zu diesen Museen kommen etwa 50 Kunstgalerien hinzu, durch die die Malerei, Bildhauerei und angewandten Künste für jeden zugänglich gemacht werden. Etwa 20 von ihnen sind in den ehemaligen Lagerhallen von Flon untergebracht, welche als Kunst- und Lebensräume von Designern und Architekten neu gestaltet wurden.

 

Die Kathedrale, das Sinnbild Lausannes schlechthin

Die im 12. und 13. Jh. auf dem Hügel der antiken Stadt errichtete Kathedrale von Lausanne thront majestätisch über der Stadt. Die größte Schweizer Kathedrale, die als eines der schönsten Baudenkmäler der gotischen Kunst in Europa gilt, zieht jedes Jahr mehr als 400.000 Besucher an.

Meisterwerk der europäischen Baukunst und Juwel des bemerkenswerten Fensterensembles ist die Fensterrose aus dem 13. Jh. … Sie besteht aus 105 Medaillons und stellt die mittelalterliche Sicht der Welt dar, die sich um Gott, den Schöpfer, dreht.

„Dies ist der Nachtwächter, es hat zehn geschlagen, es hat zehn geschlagen … “. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie abends in den Fußgängergassen der Stadt den Ruf des Nachtwächters über den Dächern der Altstadt hören. Von der Mitte des hohen Turms in 75 m Höhe ruft er jede Nacht, zwischen 22:00 und 2:00 Uhr, zur vollen Stunde die Uhrzeit in die vier Himmelsrichtungen aus und führt damit eine Lausanner Tradition fort, die bis auf das Jahr 1405 zurückgeht.

Die „Cathé“ ist ein unumgängliches Symbol der Waadtländer Hauptstadt und gleichzeitig ein Ort für Konzerte mit einem Programm, das ihre Orgel zur Geltung kommen lässt – ein Instrument, das sowohl aufgrund seiner Bauweise (dank dem amerikanischen Orgelbauer Fisk und dem italienischen Designer Giugiaro) als auch seiner technischen Merkmale (im französischen klassischen und symphonischen, deutschen barocken und romantischen Stil) einzigartig ist.

 

Die Stadt in Festivalstimmung

Sobald die warme Jahreszeit da ist, gerät die Stadt mit Tönen, Formen und Farben in Aufruhr. Die verschiedenen Festivals bieten Gelegenheit, die langen lauen Abende zu genießen und bei einem Konzert oder Schauspiel noch draußen zu verweilen.

Das jährlich im Juli stattfindende Festival de la Cité mit freiem Eintritt ist ohne Zweifel die beliebteste Veranstaltung bei den Lausannern – überraschend, unkonventionell und gesellig. Ob Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Einheimische oder Touristen, das Festival de la Cité richtet sich an alle. Jeder kommt bei diesem Programm auf seine Kosten, wo Theater mit Musik, Performance mit Tanz und Zirkus mit Street Art kombiniert werden.

Zahlreiche weitere Festivals beleben die Stadt das gesamte Jahr über:

  • Rencontres 7e Art Lausanne, das von Vincent Perez ins Leben gerufene jährliche Ereignis feiert durch Vorführungen von Meisterwerken die Kinoleidenschaft mit denen, die sie teilen;
  • Beim Festival Les Printemps de Sévelin steht Modern Dance auf dem Programm und vermischt Aufführungen von internationaler Größe und Schweizer Werke;
  • Im Programme Commun laden Sie das Theater von Vidy, das Arsenic, das Theater Sévelin 36 und das Schweizer Filmarchiv ein, sich frei zwischen Orten und Künsten zu bewegen;
  • Das Chocolate Festival zelebriert die Elektromusik am Ufer des Genfersees mit bekannten oder aufstrebenden Künstlern;
  • Das Festival der internationalen und Schweizer Comicszene (BDFIL) ist jährlicher Pflichttermin für alle Comicliebhaber;
  • Das Lausanne Underground Film & Music Festival (LUFF) hat Spaß daran, sein Publikum gegen den Strich zu streicheln;
  • Das JazzOnze+ Festival lässt Sie die Diversität, den Reichtum und die kreative Energie des Jazz von heute entdecken;
  • Das den Liebhabern der Alten Musik gewidmete Festival Bach de Lausanne hat die Interpretation von Werken Bachs, seiner Vorgänger und Zeitgenossen auf dem Programm;
  • Das interdisziplinäre und häufig undisziplinierte Festival Les Urbaines bietet freien Zutritt zu einer Auswahl von zeitgenössischen Werken;
  • Das Festival Lausanne Lumières lässt die Stadt mitten im Winter durch glitzernde Werke erleuchten.

 

Die Garden Parties, kulturelle und kostenlose Wochenenden zwischen Parks und Uferpromenaden

Musik, Tanz, Theater, Street Art, Märchen oder Zirkus stehen auf dem Programm der Lausanner Garden Parties. Die wandernde und kostenlose Veranstaltung findet jedes Mal in einem anderen Park statt und präsentiert an fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden ein reichhaltiges und originelles Programm in einem wunderschönen Rahmen und entspannter und volkstümlicher Atmosphäre.

Jeweils am Samstagnachmittag stehen die Garden Parties insbesondere im Zeichen der Erkundungen für die ganze Familie mit Workshops, Schnitzeljagden oder Spaziergängen und Märchen für Groß und Klein.

 

Fruchtbare Talentschmieden

Das Kulturangebot Lausannes wird unablässig von jungen Talenten genährt, die ihre hochwertige Ausbildung in jeglichen künstlerischen Ausdrucksformen in der Waadtländer Hauptstadt absolvieren können:

  • Die Kunsthochschule (ECAL) ist ein Ort der Kreativität von internationalem Renommee und bildet die Studierenden im Bereich Kunst und Design aus. Sie präsentiert ihre Arbeiten weltweit im Rahmen von Messen, Ausstellungen und Konferenzen wie etwa im Centre Pompidou in Paris, in der Cooper Union in New York oder zu den Design Days in Dubai;
  • Als Ort des methodischen Austausches und Zusammentreffens ist die Theaterhochschule der französischsprachigen Schweiz „La Manufacture“ einer der Kunstgewerbepole der Szene in der Romandie;
  • Die Musikhochschule (HEMU) bietet eine universitäre musikalische Ausbildung, die für ihre namenhaften Lehrkräfte anerkannt ist.
  • Die Atelierschule Rudra Béjart. Maurice Béjart gründete 1992 die Atelierschule Rudra Béjart, die den kämpferischen und siegreichen Charakter des indischen Tanzgottes wiederspiegelt. Seitdem nimmt sie Schüler etwa dreißig verschiedener Nationalitäten auf, die zwei Jahre lang kostenlos Unterricht erhalten. Die Gesamtzahl der Schüler beträgt in etwa vierzig.
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